HDB 5532
Evangelisches Gesangbuch, in sich haltend geistliche und liebliche Lieder D. Martin Luthers, Paul Gerhards und anderer gottseliger Männer
Basis-Informationen
Titelblatt Gesangbuch
Evangelisches | Gesang=Buch, | in sich haltend | geistliche und liebliche Lieder | D. Martin Luthers/ | Paul Gerhards/ | und anderer gottseeliger Männer. | Zur Beförderung der allgemeinen Kirch= und | Häußlichen Erbauung in der wahren Gottseelig=|keit/ ordentlich zusammen getragen/ | Mit vielen in voriger Edition nicht befindlichen | alten und neuen Gebets=weise abgefasseten Liedern/ | wie auch einer | Vorrede und Melodien=Register | vermehret herausgegeben/ | Zum heiligen Gebrauch derer | Evangelischen Gemeinden | im Hertzogthum Cleve. | P | Duisburg am Rhein/ | verlegts | Johann Georg Böttiger/ Buchhändler. | Im Jahr 1728.
[angeb. II:] Geistreiches Gebet-Büchlein, auf alle Wochen und fürnehmste Festtage, wie auch allerlei Not und Anliegen, imgleichen bei der Beicht und Heil. Abendmahl zu gebrauchen gerichtet. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. III:] Episteln und Evangelia, wie solche auf alle Sonn-, Fest-, und Feiertage, durchs ganze Jahr, pflegen gelesen zu werden. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. IV:] Passionsgeschichte, das ist: Historische beschreibung vom bittern Leiden und Sterben Jesu Christi, aus den vier Evangelisten zusammen gezogen, und in fünf Hauptstücke abgeteilet. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. V:] Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi, in drei Hauptstücke abgeteilet. Wie auch die Historie von der Zerstörung Jerusalems. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. VI:] Luther, Martin, Der kleine Katechismus. Welchem beigefüget einige Morgen-, und Abendgebeter, Die Haustafel, und die drei Christliche Apostolische Glaubensbekenntnisse. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. II:] Geistreiches Gebet-Büchlein, auf alle Wochen und fürnehmste Festtage, wie auch allerlei Not und Anliegen, imgleichen bei der Beicht und Heil. Abendmahl zu gebrauchen gerichtet. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. III:] Episteln und Evangelia, wie solche auf alle Sonn-, Fest-, und Feiertage, durchs ganze Jahr, pflegen gelesen zu werden. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. IV:] Passionsgeschichte, das ist: Historische beschreibung vom bittern Leiden und Sterben Jesu Christi, aus den vier Evangelisten zusammen gezogen, und in fünf Hauptstücke abgeteilet. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. V:] Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi, in drei Hauptstücke abgeteilet. Wie auch die Historie von der Zerstörung Jerusalems. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
[angeb. VI:] Luther, Martin, Der kleine Katechismus. Welchem beigefüget einige Morgen-, und Abendgebeter, Die Haustafel, und die drei Christliche Apostolische Glaubensbekenntnisse. Duisburg am Rhein: Böttiger: Johann Georg 1727.
Erscheinungsjahr Gesangbuch
1728
Konfession Gesangbuch
Erstelldatum 03/06/2025
Letzes Update 03/06/2025
Details
Umfang Gesangbuch
(4), 615, (25), (2); 110, (2); 100; 24; 22; 26
eingebunden nach dem Register: Zugabe Nr. 302.
eingebunden nach dem Register: Zugabe Nr. 302.
Anzahl Lieder
629+1
Zugabe: Welch eine Sorg (Joh. Reinhold Hedinger)
vgl. Hollweg 1923, S. 148-151
Von den 295 Liedern 237 auch bei Frey 1704/1708
Zugabe: Welch eine Sorg (Joh. Reinhold Hedinger)
vgl. Hollweg 1923, S. 148-151
Von den 295 Liedern 237 auch bei Frey 1704/1708
Format
kl. 8°
7,2x13,1 (S. 119)
§Hollweg:12° (8x14,7 cm)
Ledereinband mit einfacher Blindprägung, geprägter Goldschnitt
7,2x13,1 (S. 119)
§Hollweg:12° (8x14,7 cm)
Ledereinband mit einfacher Blindprägung, geprägter Goldschnitt
Noten im Gesangbuch vorhanden?
No
Tonangaben vorhanden?
No
Inhalt
Vorrede Gesangbuch
Dem christlichen Leser und allen Liederfreunden ...
(fehlt in diesem Ex.)
Rückseite des Titelblattes wie 1702/8: "Non Vox, sed Votum etc. nebst deutscher Bereimung
vgl. Hollweg 1923, S. 146-148. §dort abgedruckt. Nach GB 1745
§Korrekturlesen:
"Dem Christlichen Leser und allen Lieder - Freunden in den gesamten Evangel. Lutherischen Gemeinden des Hertzogthums Cleve und ändern benachbarten Orten, Wünschen die Freudigkeit des Geistes zu singen von der Gnade des HERRN ewiglich, Zeitlicher Inspector, Senior und sämtliche Prediger des Evangel. Ministerii in ged. Herzogthum,"
so begrüßen die Herausgeber die Gemeinden. In längeren Ausführungen berichten sie dann von dem Gebrauch und dem Segen geistlicher Lieder seit den Tagen des Alten Bundes bis auf die Gegenwart. Auf die lokalen Verhältnisse und das neue Gesangbuch übergehend, schreiben sie dann: "Solche Sing-Andacht ist nicht weniger in hiesigen als anderen Landen befördert worden. Wie z. E. dergleichen geistliche Lieder Lutheri ums Jahr 1527 in der Kirchen zu Wesel zu gebrauchen von dem Landrentmeister Olschlager besorget war, so sind die zu Bonn 1544 ausgegebenen Christliche Psalmen und Gesänge, wie auch das mit Lutheri Vorrede zu Wesel 1560. 1562. und 1587. gedruckte Gesangbuch geistlicher Psalmen, Lieder und Gebet etc. hernach in Gebrauch gewesen, und von solchen alten Liedern die vornehmsten, der bey den Evangelischen Gemeinden Clevischen Landes schon gebrauchlichen, und theils Orten anfangs vorigen Seculi auf hohen Befehl eingeführten Kirchen-agende in fol. angedrucket, also als Bekenntnisse der Lehre angesehen und beybehalten worden. Gleich dann, als das mit Anfang dieses Seculi gedruckte
'} Ich führe an nach der Ausgabe von 1745, da das einzige Exemplar von 1727 in Wernigerode die Vorrede nicht enthalt.
Das Gesangb. d. Lutheraner in Cleve vom Jahre 1728. 147
Gesangbuch nicht mehr zu haben war, vor 20 Jahren, bey der abermaligen Vermehrung mit herrlichen und gebetsweise abgefaßten Liedern, ein gleiches beobachtet, und solche bey jetziger Gelegenheit, als mit des gesamten Ministerii Gutfinden ein neuer Druck des Gesangbuches zu befordern war, aus denen ältesten und bewährtesten Gesangbuchern nachgesehen und damit verglichen worden. Denn von dem eigentlichen Ausdruck und Worten oder Meinung der Verfasser abzugehen so wenig nothwendig seyn, als wenig wird gebilliget werden, wann unterm Vorwand, alte Worter, harte Reime und Wortverbindung in den alten Liedern zu verbessern, jemand die Freiheit sich nehmen wolte, würklich einen Lehrsatz zu verandern oder auszuwerfen und den einfältigen Leser etwa zu bereden, solches für des über das Lied benanten Verfassers Arbeit und Meinung zu halten.1) Man nimt aber an dergleichen Veränderung so wenig Antheil, als an Redensarten in alten und neuen Liedern, welchen ein widriger Verstand nachgegeben und nicht schriftmäßig gehalten, oder auch wol gemisbrauchet werden möchte. Denn, wie wir für jene gewarnet, so wollen wir diese nicht anders als der H. Schrift gemäs verstanden, dazu allen Misbrauch geistl. Lieder ernstlich vermieden wissen; dargegen ermahnet haben, zu bedenken: so groß die Gnade GOttes, welche unsere Kirche aus dem herrlichen Lieder-Schatze geniesset, dag eben so groß die Danckbarkeit und Pflicht bey Alt und Jung seyn müsse, nemlich in Busse und Glauben zu stehen. Denn wie in Ermangelung dessen der HErr sagt: Thue nur weg das Geplerr deiner Lippen, denn ich mag deines Psalterspiels nicht hören, Am. 5, 23. so lassen Gläubige, als voll Geistes, ihr Hertzen-Gespräch vor GOtt kommen und den Mund mit gläubigen Hertzen übergehen. Und daß dieses manchem bekümmerten Gemuthe erfreulich sey, hat aus der Erfahrung einer also bezeuget: „Wann ich in Nöthen bet und sing, so wird mein Hertz recht guter Ding, dein [S. 148] Geist bezeugt, das solches frey des ew'gen Lebens Vor-schmack sey." Weme möchten endlich mit Augustino die Augen nicht übergehen, wann in der Versamlung gehöret wird, dag so vieler Hertzen und Stimmen sich erheben und GOtt mit Lobgesängen verehren? O was würden nicht die an den Wassern zu Babel sitzen und in fremden Landen, anwenden, um in und mit der Gemeine dem HErrn singen zu mögen! Da sie es nun nicht, wir aber so reichlich und die Freyheit haben, selten wir uns nicht desto eifriger dazu finden lassen?"
Ferner bemerkt die Vorrede noch, dag man beabsichtige „im Fall ein kleiner Vortheil erfolgt, solchen dem Fonds derjenigen charitee bey der Evangelischen Kirche zu Wesel, aus welcher ein gut Theil der nöthigen Unkosten verwendet worden, wieder zufliessen zu lassen".
(fehlt in diesem Ex.)
Rückseite des Titelblattes wie 1702/8: "Non Vox, sed Votum etc. nebst deutscher Bereimung
vgl. Hollweg 1923, S. 146-148. §dort abgedruckt. Nach GB 1745
§Korrekturlesen:
"Dem Christlichen Leser und allen Lieder - Freunden in den gesamten Evangel. Lutherischen Gemeinden des Hertzogthums Cleve und ändern benachbarten Orten, Wünschen die Freudigkeit des Geistes zu singen von der Gnade des HERRN ewiglich, Zeitlicher Inspector, Senior und sämtliche Prediger des Evangel. Ministerii in ged. Herzogthum,"
so begrüßen die Herausgeber die Gemeinden. In längeren Ausführungen berichten sie dann von dem Gebrauch und dem Segen geistlicher Lieder seit den Tagen des Alten Bundes bis auf die Gegenwart. Auf die lokalen Verhältnisse und das neue Gesangbuch übergehend, schreiben sie dann: "Solche Sing-Andacht ist nicht weniger in hiesigen als anderen Landen befördert worden. Wie z. E. dergleichen geistliche Lieder Lutheri ums Jahr 1527 in der Kirchen zu Wesel zu gebrauchen von dem Landrentmeister Olschlager besorget war, so sind die zu Bonn 1544 ausgegebenen Christliche Psalmen und Gesänge, wie auch das mit Lutheri Vorrede zu Wesel 1560. 1562. und 1587. gedruckte Gesangbuch geistlicher Psalmen, Lieder und Gebet etc. hernach in Gebrauch gewesen, und von solchen alten Liedern die vornehmsten, der bey den Evangelischen Gemeinden Clevischen Landes schon gebrauchlichen, und theils Orten anfangs vorigen Seculi auf hohen Befehl eingeführten Kirchen-agende in fol. angedrucket, also als Bekenntnisse der Lehre angesehen und beybehalten worden. Gleich dann, als das mit Anfang dieses Seculi gedruckte
'} Ich führe an nach der Ausgabe von 1745, da das einzige Exemplar von 1727 in Wernigerode die Vorrede nicht enthalt.
Das Gesangb. d. Lutheraner in Cleve vom Jahre 1728. 147
Gesangbuch nicht mehr zu haben war, vor 20 Jahren, bey der abermaligen Vermehrung mit herrlichen und gebetsweise abgefaßten Liedern, ein gleiches beobachtet, und solche bey jetziger Gelegenheit, als mit des gesamten Ministerii Gutfinden ein neuer Druck des Gesangbuches zu befordern war, aus denen ältesten und bewährtesten Gesangbuchern nachgesehen und damit verglichen worden. Denn von dem eigentlichen Ausdruck und Worten oder Meinung der Verfasser abzugehen so wenig nothwendig seyn, als wenig wird gebilliget werden, wann unterm Vorwand, alte Worter, harte Reime und Wortverbindung in den alten Liedern zu verbessern, jemand die Freiheit sich nehmen wolte, würklich einen Lehrsatz zu verandern oder auszuwerfen und den einfältigen Leser etwa zu bereden, solches für des über das Lied benanten Verfassers Arbeit und Meinung zu halten.1) Man nimt aber an dergleichen Veränderung so wenig Antheil, als an Redensarten in alten und neuen Liedern, welchen ein widriger Verstand nachgegeben und nicht schriftmäßig gehalten, oder auch wol gemisbrauchet werden möchte. Denn, wie wir für jene gewarnet, so wollen wir diese nicht anders als der H. Schrift gemäs verstanden, dazu allen Misbrauch geistl. Lieder ernstlich vermieden wissen; dargegen ermahnet haben, zu bedenken: so groß die Gnade GOttes, welche unsere Kirche aus dem herrlichen Lieder-Schatze geniesset, dag eben so groß die Danckbarkeit und Pflicht bey Alt und Jung seyn müsse, nemlich in Busse und Glauben zu stehen. Denn wie in Ermangelung dessen der HErr sagt: Thue nur weg das Geplerr deiner Lippen, denn ich mag deines Psalterspiels nicht hören, Am. 5, 23. so lassen Gläubige, als voll Geistes, ihr Hertzen-Gespräch vor GOtt kommen und den Mund mit gläubigen Hertzen übergehen. Und daß dieses manchem bekümmerten Gemuthe erfreulich sey, hat aus der Erfahrung einer also bezeuget: „Wann ich in Nöthen bet und sing, so wird mein Hertz recht guter Ding, dein [S. 148] Geist bezeugt, das solches frey des ew'gen Lebens Vor-schmack sey." Weme möchten endlich mit Augustino die Augen nicht übergehen, wann in der Versamlung gehöret wird, dag so vieler Hertzen und Stimmen sich erheben und GOtt mit Lobgesängen verehren? O was würden nicht die an den Wassern zu Babel sitzen und in fremden Landen, anwenden, um in und mit der Gemeine dem HErrn singen zu mögen! Da sie es nun nicht, wir aber so reichlich und die Freyheit haben, selten wir uns nicht desto eifriger dazu finden lassen?"
Ferner bemerkt die Vorrede noch, dag man beabsichtige „im Fall ein kleiner Vortheil erfolgt, solchen dem Fonds derjenigen charitee bey der Evangelischen Kirche zu Wesel, aus welcher ein gut Theil der nöthigen Unkosten verwendet worden, wieder zufliessen zu lassen".
Privilegien
Mit Königl. Preußischen allergnä=|digsten Privilegio.
Anzahl Lieder
629+1
Zugabe: Welch eine Sorg (Joh. Reinhold Hedinger)
vgl. Hollweg 1923, S. 148-151
Von den 295 Liedern 237 auch bei Frey 1704/1708
Zugabe: Welch eine Sorg (Joh. Reinhold Hedinger)
vgl. Hollweg 1923, S. 148-151
Von den 295 Liedern 237 auch bei Frey 1704/1708
Exemplare
Standorte Gesangbuch
Name Standort
Exemplar vorhanden
Signatur des Exemplars
+Berlin Hb 2521 m